Archiv der Kategorie: wildlife

Altruismus bei Fischen

Redouan Bshary, Professor für Öko-Ethologie an der Universität Neuchâtel, publiziert heute in Nature einen Artikel, worin er belegt, dass zwischen Putzerfischen und ihren "Kunden" eine Form von Altruismus existiert. Aus dem Communiqué der UniNe:

(…) Dans son milieu naturel aussi bien que dans un aquarium, l'activité principale du poisson nettoyeur, le Labroides dimidiatus, consiste à débarrasser les autres poissons de leurs parasites ; il peut aussi « tricher » en se nourrissant du mucus, cette substance visqueuse sécrétée par la peau des poissons, du client. Comme la majorité d'entre eux ne mange pas de petits poissons comme le « nettoyeur », les scientifiques se sont demandés pourquoi la fraude n'était-elle pas plus fréquente. Dans son milieu naturel en effet, un poisson nettoyeur comptabilise 2000 interventions par jour sur 100 à 200 individus de 30 à 50 espèces différentes!

La réponse proposée par Redouan Bshary et Alexandra Grutter dans le numéro de Nature de cette semaine réside dans la capacité des poissons clients à observer le poisson nettoyeur. Pour ce faire, les deux scientifiques ont mis au point une expérience où le poisson client (Scolopsis bilineatus) pouvait observer deux poissons nettoyeurs. L'un est apparu coopératif, grignotant consciencieusement les parasites, alors que l'autre n'interagissait pas avec son client et donc n'offrait aucune information sur son niveau de coopération. Etant donné le choix entre deux poissons nettoyeurs aussi différents, le client a préféré passer du temps à proximité du poisson coopératif. Dans une deuxième expérience, les auteurs de l'étude ont prouvé que les nettoyeurs se montrent plus coopératifs en présence d'un observateur. Les bénéfices de ce changement de comportement sont indirects : ce n'est pas leur client actuel qui profite de cet altruisme, mais l'éventualité que l'observateur devienne le prochain client….

Le tandem scientifique défend que les clients se forgent une opinion quant à la réputation de ceux qu'ils observent et montrent des affinités plus marquées avec ceux qui font preuve d'un comportement coopératif et altruiste. En conclusion, il ressort que des réseaux sociaux complexes existent aussi dans le monde aquatique ; ces recherches participent également à montrer comment se développe et évolue la notion d'altruisme et de réputation. (…)

Vogeleier und Orcas voller Oekotoxine

Das Norwegische Polarinstitut teilt mit: Eine Langzeitstudie zeigt einen steten Anstieg der Werte für Flammhemmer in den Eiern von arktischen Vögeln. Und: Norwegische Orcas sind die giftigsten Tiere im europäischen Arktisbereich; in ihrem Fett akumulieren sich die Gifte aus den Heringen, die sie verspeisen, welche sich ihrerseits vergiftet haben in den Abwässern von Industrieanlagen.

Haustiere und Vogelgrippe

(Agenturen) Auch Haltern von Haustieren verlangt die Vogelgrippe mehr Vorsicht ab. Es gebe Fälle einer Übertragung des Virus von Geflügel zu Säugetieren, sagte der Vogelkundler Wolfgang Fiedler vom des Max-Planck Institut für Ornithologie am Donnerstag im ZDF-»Mittagsmagazin».

Wow, das ist Service! Danke und Chapeau! Wolfgang Fiedler hat innert kaum 30 Minuten geantwortet auf meine Rückfragen per e-mail:

PT: Ich hab dazu eine Verständnisfrage: Was macht es mit den Haustieren, wenn sie das Geflügel fressen und so sich mit dem Virus infizieren? Erkranken die Säugetiere ebenfalls und sterben?

Fiedler: Ja. Offenbar sind die Dosen der aufgenommenen Viren dann so hoch, dass sogar Säugetiere erkranken. Dies ist bekannt aus Berichten aus Südostasien vom letzten Sommer, wonach erkrankte Schleichkatzen gefunden wurden (typische Feinde von Vögeln, die sich vermutlich besonders auf die geschwächten individuen gestürzt haben) und von Tigern, die im Zoo mit Geflügel gefüttert wurden und schwer erkrankt sind. Wenn Sie die Möglichkeit haben, das National Geographic Heft vom letzten Oktober oder November (Nr. 208) zu bekommen: dort ist ein eindrucksvolles Foto drin von Tigern in einem Zoo (war es Hanoi? ), die sterbend in ihrer Anlage liegen, dazwischen sitzen besorgte Pfleger. Diese Tiere wurden nach dortigen Angaben mit Geflügel gefüttert.

PT: Sind diese Haustiere dann auch Vektoren für die Weiterverbreitung?

Fiedler: Die Übertragung Haustier – Mensch müsste über sehr intensiven Kontakt (um nicht zu sagen Verzehr) stattfinden und die Übertragung Haustier – Wildvogel würde erfodern, dass stark mit Viren durchsetzter Kot der Haustiere irgendwo so abgesetzt wird, dass Vögel damit z.B. über Oberflächenwasser in Berührung kommen. Man kann solche Szenarien nicht ausschließen, aber ich halte sie für wehr wenig wahrscheinlich. Viele Grüße Dr. Wolfgang Fiedler

Neue Seen entdeckt unter dem antarktischen Eis

Bereits sind über 70 Seen bekannt unter der Eisdecke der Antarktis. Jetzt sind zwei weitere hinzugekommen. Ihre Entdecker nenne Sie „90ºE“ und „Sovetskaya“. Die beiden sind von einer über drei Kilometer dicken Eisschicht bedeckt. Vielleicht ist in diesen Seen ein während 10 bis 35 Millionen Jahren ungestörtes, extrem spezialisiertes Oekosystem erhalten geblieben? Wie, wann und ob überhaupt die Wissenschaft sich direkt Zugang zu diesen Seen verschaffen soll, ist Gegenstand einer laufenden internationalen Debatte.
(The Earth Institute at Columbia University) (…) This, along with the tectonic origin of the lakes, supports the idea that despite climate changes on the surface over the last 10 million to 35 million years, the volume of the lakes have remained remarkably constant, providing a stable, if inhospitable, environment that may harbor an ancient and alien ecosystem adapted to life beneath the ice sheet. However, just how, when or even whether scientists will risk the possibility of contaminating the lakes to confirm their suspicions remains the subject of an ongoing international debate.

Windenergieparks vs. Adlerbrutplätze in Norwegen

smolawindfarm(Royal Society for the Protection of Birds) Wind turbines have caused the deaths of huge birds of prey on isolated islands off the Norwegian coast. The discovery of four dead white-tailed eagles, and the failure of almost 30 others to return to nesting sites within the wind farm area, has increased fears that wind farms in Britain could take a similar toll on native and migrating wild birds. The white-tailed eagle, Europe’s largest eagle species, is found in significant numbers on Smøla, a set of islands about six miles (ten kilometres) off the north-west Norwegian coast. The island is listed by BirdLife International as an Important Bird Area because it has one of the highest breeding densities of the bird in the world. White-tailed eagles are also beginning to thrive in the Western Isles of Scotland as a direct result of a 30-year reintroduction project. Developers regard this area as ripe for wind farm construction too.