Archiv der Kategorie: technology

p2p streaming made in Switzerland

Zattoo finden inzwischen viele ganz lustig. Schön und gut. Jetzt hat mich aber da jemand auf ein ganz junges, weil soeben erst (rechtzeitig zur Fussball-WM… Von der Site: "[09.06.06] First test successful – Streaming of the opening match was successful.") an die Öffentlichkeit getretenes Projekt hingewiesen, das offenbar ganz ähnliche Ziele verfolgt. Nämlich ebenfalls ein aufzubauen.

"" – "Jede, die zuschaut und also Videodaten aus einer Quelle bezieht, kann gleichzeitig auch ihrerseits Quelle für weitere Zuschauer sein. Folge: Nicht alle, die ein Video ansehen, müssen die Daten aus derselben Quelle beziehen; man kann die Daten auch 'untereinander weiterreichen'. So ungefähr. Alles klar?" – "Ähhh, halbwegs." – "Muss vorerst reichen."

Das Ding heist , kommt aus der Küche der Distributed Computing Group, DCG, an der , ist in programmiert – läuft damit auf sehr vielen Plattformen – und nutzt den , den's ebenfalls für die meisten Systeme gibt, als Display. Das Java-Ding kümmert sich einerseits um die Verbindungen zu den Peers und macht gleichzeitig sowas wie ein Proxy, auf den dann VLC zugreift, um die Bilder darzustellen. Installation und Konfiguration sind ziemlich easy, allerdings gab's nichts zu sehen. Wurde wohl nichts ins Netz gespiesen. Mit einem Stream hätt ich ihn sogar aufzeichnen können, denn der Java-Teil bietet eine Option "Recording". Die Swistry-Site gibt Auskunft über die Benutzer- / Client-Seite. Wie aber das Signal in das p2p-Netz reinkommt, über die Server-Seite, darüber hab ich nichts gefunden. Anekdotisch: Chef der Distributed Computing Group ist Prof. Roger Wattenhofer. Er schreibt u.a. über sich:

my detroit house fanboy clicks: Moodymann, Henrik Schwarz, Carl Craig.

A tech-prof with style… 😉

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Reise zum Mars? Vergiss es!

Im Podcast der Zeitschrift Scientific American vom 1.3.06 erklärt der Astrophysiker Eugene Parker, warum die Reise zum Mars für Menschen kaum zu machen ist: die kosmische Strahlung! Es existiert derzeit – und wohl bis auf weiteres – keine Möglichkeit, ein Raumschiff so zu bauen, dass die Reisenden genügend geschützt sind und nicht – etwas überspitzt formuliert – völlig verstrahlt und verkrebst beim Mars ankommen würden. Von Rückkehr gar nicht zu reden. Da ist der Anfang des Artikels dazu.

Unlike most of the other challenges of venturing into deep space, which engineers should be able to solve given enough time and money, cosmic rays pose irreducible risks, and dealing with them involves fundamental trade-offs. They could be the show-stopper for visiting Mars.

Der Fusionsreaktor? Vergiss den!

Der am 30.9.05 verstorbene Nuklearphysiker und Ingenieur William E. Parkins bringt’s in einem morgen postum in Science erscheinenden Artikel auf einer Seite auf den Punkt, warum der zum Zwecke der Stromerzeugung wirtschaftlich funktionierende Fusionsreaktor mit grösster Wahrscheinlichkeit bis in alle Zukunft eine Phantasie bleiben wird. Perkins arbeitete lange Jahre beim Technolgiekonzern Rockwell International, zuletzt als „Chief Scientist“. Rockwell und Dow Chemicals wurden übrigens vor wenigen Wochen zu $553 Millionen Busse verurteilt für den Schaden, den die von ihnen – zu unterschiedlichen Zeiten – betriebene Atomwaffenfabrik „Rocky Flats“ in ihrer Umgebung angerichtet hat: Sie hat tausende von Häusern in der Nähe von Denver mit Plutonium verseucht. Pikanterweise müssen aber nicht Dow oder Rockwell die Strafe zahlen, sondern der amerikanische Staat. Dies, weil die beiden Firmen die Atombombenfabrik im Auftrag des Department of Energy betrieben hätten. Schreibt jedenfalls „Chemical & Engineering News„. Vor diesem Hintergrund liest sich ev. die Skepsis von Perkins, Chefwissenschaftler eines in der Fissions-Energie engagierten Konzerns, gegenüber der Fusions-Energie etwas anders. Wie dem auch sei…

Dein Mediaplayer kennt Deine Stimmung

Nachdem die Computer demnächst unsere Stimmung „erfühlen“ können sollen, erstaunt mich die Meldung bei Futurezone nicht mehr allzu sehr, dass Disney das Konzept eines portablen Media Players, der die Stimmung seiner Trägerin erkennen und die Playlist entsprechend gestalten können soll, zum Patent angemeldet hat. Aus dem Antrag:

5. The system of claim 4 wherein said profile synchronizing means includes mood sensing means associated with said player for sensing the mood of the user of said player and conveying said sensed mood to the provider of said content.

HAL weiss, wie’s Dir geht

(Fraunhofer) Many computers are already able to see and hear. However, they have no way of telling whether their users are happy or angry. At CeBIT 2006, researchers will be presenting techniques that could one day enable the digital servant to respond to the mood of its human master. Several recent studies have found that computer users not only love and cherish their machines, but very often maltreat them. Experts have identified aggression towards the PC as a genuine problem that deserves greater attention in the academic field. The kicks and blows of frustrated users cause computer damage that cannot be dismissed as negligible, neither in terms of personal property nor on a commercial and economic level. If only for this reason, it would be good for computers to assess their users’ emotions correctly and respond accordingly.

„Flüssiges“ Holz aus Lignin plus (u.a.) Hanf

(Fraunhofer) Engineers at ICT spin-off TECNARO in Eisenach, Thuringia, extract the lignin and mix it with natural fibers such as sisal, hemp or linen, along with certain additives and dyes, according to the customer’s requirements. The mixture is extruded to produce a granulate, in a plant with a monthly output capacity of between five and ten metric tons. Arboform® can be processed in an injection-molding machine like any normal thermoplastic, and used to manufacture aesthetically pleasing products such as nativity figures, loudspeaker units, car instrument panels, chessmen for board games, or the stock of hunting rifles. The company even has a golf tee in its product range.

(Tecnaro) Mischt man Lignin mit Naturfasern (Flachs, Hanf oder anderen Faserpflanzen), so erhält man einen unter Temperaturerhöhung verarbeitungsfähigen Faserverbundwerkstoff, der auf herkömmlichen Kunststoffverarbeitungsmaschinen wie ein synthetisch hergestellter Thermoplast zu Formteilen, Tafeln oder Platten verarbeitet werden kann. So sind z. B. Computer-, Fernseh- oder Handygehäuse aus „Holz“ möglich. Die aus Naturstoffen hergestellten Granulate tragen den Namen ARBOFORM (Arbor, lateinisch = der Baum).