Archiv der Kategorie: material

Reise zum Mars? Vergiss es!

Im Podcast der Zeitschrift Scientific American vom 1.3.06 erklärt der Astrophysiker Eugene Parker, warum die Reise zum Mars für Menschen kaum zu machen ist: die kosmische Strahlung! Es existiert derzeit – und wohl bis auf weiteres – keine Möglichkeit, ein Raumschiff so zu bauen, dass die Reisenden genügend geschützt sind und nicht – etwas überspitzt formuliert – völlig verstrahlt und verkrebst beim Mars ankommen würden. Von Rückkehr gar nicht zu reden. Da ist der Anfang des Artikels dazu.

Unlike most of the other challenges of venturing into deep space, which engineers should be able to solve given enough time and money, cosmic rays pose irreducible risks, and dealing with them involves fundamental trade-offs. They could be the show-stopper for visiting Mars.

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Der Fusionsreaktor? Vergiss den!

Der am 30.9.05 verstorbene Nuklearphysiker und Ingenieur William E. Parkins bringt’s in einem morgen postum in Science erscheinenden Artikel auf einer Seite auf den Punkt, warum der zum Zwecke der Stromerzeugung wirtschaftlich funktionierende Fusionsreaktor mit grösster Wahrscheinlichkeit bis in alle Zukunft eine Phantasie bleiben wird. Perkins arbeitete lange Jahre beim Technolgiekonzern Rockwell International, zuletzt als „Chief Scientist“. Rockwell und Dow Chemicals wurden übrigens vor wenigen Wochen zu $553 Millionen Busse verurteilt für den Schaden, den die von ihnen – zu unterschiedlichen Zeiten – betriebene Atomwaffenfabrik „Rocky Flats“ in ihrer Umgebung angerichtet hat: Sie hat tausende von Häusern in der Nähe von Denver mit Plutonium verseucht. Pikanterweise müssen aber nicht Dow oder Rockwell die Strafe zahlen, sondern der amerikanische Staat. Dies, weil die beiden Firmen die Atombombenfabrik im Auftrag des Department of Energy betrieben hätten. Schreibt jedenfalls „Chemical & Engineering News„. Vor diesem Hintergrund liest sich ev. die Skepsis von Perkins, Chefwissenschaftler eines in der Fissions-Energie engagierten Konzerns, gegenüber der Fusions-Energie etwas anders. Wie dem auch sei…

„Flüssiges“ Holz aus Lignin plus (u.a.) Hanf

(Fraunhofer) Engineers at ICT spin-off TECNARO in Eisenach, Thuringia, extract the lignin and mix it with natural fibers such as sisal, hemp or linen, along with certain additives and dyes, according to the customer’s requirements. The mixture is extruded to produce a granulate, in a plant with a monthly output capacity of between five and ten metric tons. Arboform® can be processed in an injection-molding machine like any normal thermoplastic, and used to manufacture aesthetically pleasing products such as nativity figures, loudspeaker units, car instrument panels, chessmen for board games, or the stock of hunting rifles. The company even has a golf tee in its product range.

(Tecnaro) Mischt man Lignin mit Naturfasern (Flachs, Hanf oder anderen Faserpflanzen), so erhält man einen unter Temperaturerhöhung verarbeitungsfähigen Faserverbundwerkstoff, der auf herkömmlichen Kunststoffverarbeitungsmaschinen wie ein synthetisch hergestellter Thermoplast zu Formteilen, Tafeln oder Platten verarbeitet werden kann. So sind z. B. Computer-, Fernseh- oder Handygehäuse aus „Holz“ möglich. Die aus Naturstoffen hergestellten Granulate tragen den Namen ARBOFORM (Arbor, lateinisch = der Baum).