Der Fusionsreaktor? Vergiss den!

Der am 30.9.05 verstorbene Nuklearphysiker und Ingenieur William E. Parkins bringt’s in einem morgen postum in Science erscheinenden Artikel auf einer Seite auf den Punkt, warum der zum Zwecke der Stromerzeugung wirtschaftlich funktionierende Fusionsreaktor mit grösster Wahrscheinlichkeit bis in alle Zukunft eine Phantasie bleiben wird. Perkins arbeitete lange Jahre beim Technolgiekonzern Rockwell International, zuletzt als „Chief Scientist“. Rockwell und Dow Chemicals wurden übrigens vor wenigen Wochen zu $553 Millionen Busse verurteilt für den Schaden, den die von ihnen – zu unterschiedlichen Zeiten – betriebene Atomwaffenfabrik „Rocky Flats“ in ihrer Umgebung angerichtet hat: Sie hat tausende von Häusern in der Nähe von Denver mit Plutonium verseucht. Pikanterweise müssen aber nicht Dow oder Rockwell die Strafe zahlen, sondern der amerikanische Staat. Dies, weil die beiden Firmen die Atombombenfabrik im Auftrag des Department of Energy betrieben hätten. Schreibt jedenfalls „Chemical & Engineering News„. Vor diesem Hintergrund liest sich ev. die Skepsis von Perkins, Chefwissenschaftler eines in der Fissions-Energie engagierten Konzerns, gegenüber der Fusions-Energie etwas anders. Wie dem auch sei…

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